![]() |
||||||||||||||||||
Max Ernst Museum RE-PLAY, Brühl
Projektstatus: realisiert 2004
Bauherr: Stadt Brühl - LVR
Team: smo architektur - van den Valentyn Architektur – Harms & Partner
Fläche: 4.850m2
Kosten: 13,5 Mio. €
Preise und Auszeichnungen:
Auszeichnung vorbildlicher Bauten NRW 2005
Architektenkammer NRW Licht Architektur Preis 2005
DAM Deutsches Architektur Museum
Veröffentlichungen (Auswahl):
Max Ernst Museum
Autor: Andreas Rossmann
Verlag: Buchhandlung Walther König, Köln
ISBN 3-88375-949-x
Max Ernst Museum RE-PLAY
Autor: S. Mad Oreyzi
Verlag: Buchhandlung Walther König, Köln
ISBN 3-88375-868-x
ART SPACES
Architecture and Design
Verlag: daab
ISBN 3-937718-79-6
MuseumsKunde
Band 70 2/05
Herausgeber: Deutscher Museumsbund
ISSN 0027-4178
K.WEST
NO. 03
Herausgeber: NRW KULTUR
ISSN 0027-4178
A10 new European architecture #6
ISSN 1573-3815
md International magazine of design
11-2005
ISSN 0343-0642
BAUMEISTER B11
Nov. 2004
Callwey Verlag
Projektstatus: realisiert 2004
Bauherr: Stadt Brühl - LVR
Team: smo architektur - van den Valentyn Architektur – Harms & Partner
Fläche: 4.850m2
Kosten: 13,5 Mio. €
Preise und Auszeichnungen:
Auszeichnung vorbildlicher Bauten NRW 2005
Architektenkammer NRW Licht Architektur Preis 2005
DAM Deutsches Architektur Museum
Veröffentlichungen (Auswahl):
Max Ernst Museum
Autor: Andreas Rossmann
Verlag: Buchhandlung Walther König, Köln
ISBN 3-88375-949-x
Max Ernst Museum RE-PLAY
Autor: S. Mad Oreyzi
Verlag: Buchhandlung Walther König, Köln
ISBN 3-88375-868-x
ART SPACES
Architecture and Design
Verlag: daab
ISBN 3-937718-79-6
MuseumsKunde
Band 70 2/05
Herausgeber: Deutscher Museumsbund
ISSN 0027-4178
K.WEST
NO. 03
Herausgeber: NRW KULTUR
ISSN 0027-4178
A10 new European architecture #6
ISSN 1573-3815
md International magazine of design
11-2005
ISSN 0343-0642
BAUMEISTER B11
Nov. 2004
Callwey Verlag
Brühl als Geburtsstadt von Max Ernst beherbergt seit 1980 das international renommierte „Max Ernst Kabinett“. Im Jahr 2001 wird auf Initiative der Stadt Brühl, der Kreissparkasse Köln und des Landschaftsverbandes Rheinland die „Stiftung Max Ernst“ gegründet. Das denkmalgeschützte Benediktusheim nördlich des Schloss Augustusburg soll nun als repräsentatives „Max Ernst Museum“ für die Sammlungen revitalisiert und mit einem Neubau ergänzt werden.
Im Juli 2001 gewinnt das Büro van den Valentyn den international ausgelobten Wettbewerb mit der genuinen Idee, das verbaute Benediktusheim in seine Urform zurück zu verwandeln und dessen Grundfläche in Form eines Tableaus in den Park zu spiegeln. So entsteht ein schwebender Platz, der unter sich das große Bauvolumen, den Veranstaltungssaal bzw. den Ausstellungssaal verbirgt. Im Frühjahr 2002 wird unser Büro an dem Projekt beteiligt (ARGE smo-TvdV). Unsere Aufgabe besteht darin, den Eingangspavillon, der im Wettbewerb als gläserner Kubus konzipiert war, zu untersuchen und neu zu entwerfen. Bereits zu Beginn unserer Arbeit stellen wir fest, dass man nicht weiterkommt, ohne den gesamten Entwurf des Neubaus mit in Betracht zu ziehen. Unter Beibehaltung des Grundkonzeptes soll nun einerseits der Bezug zwischen Alt- und Neubau verstärkt und andererseits die räumlichen und funktionalen Qualitäten herausgearbeitet werden.
Um eine spürbare Verbindung zwischen Alt- und Neubau zu schaffen, wird zunächst das Achsraster der Altbaufassade aufgenommen und als Konstruktionsraster dem Neubau zu Grunde gelegt. Diesem werden dann alle Bauteile, Wände, Stützen, Öffnungen, Fassaden usw. sowie wesentliche Elemente des Ausbaus einbeschrieben. Zu dieser gestalterischen und konstruktiven Verbindung zwischen Alt und Neu ist auch eine stärkere räumliche und funktionale Verzahnung der beiden Gebäudeteile notwendig. Da bislang nur auf dem Erdgeschossniveau eine Verbindung bestand, sind die Nutzungen in den Untergeschossen voneinander abgeschnitten.
Desweiteren liegen die Räume des Neubaus, in ihrer Gesamtheit 6,50 Meter unter dem Erdgeschossniveau. Dieses war ursprünglich über eine lange, einläufige Treppe zu erreichen. Um das Hinabsteigen zu den Räumen im Untergeschoss (Sonderausstellung und Veranstaltungssaal) zu erleichtern, wird der Raum gestuft und somit eine Zwischen-/bzw. Verteilerebene eingefügt. Die ursprüngliche lange, einläufige Treppe wird somit in zwei Treppen unterteilt. Diese gliedert sich nun zum einen in eine offene leichte Stahltreppe, die bis zum Zwischenniveau (Galerieebene) führt und eine dazu gegenläufige, monolithische zweite Treppe, welche die Galerieebene mit dem untersten Niveau (Sonderausstellung und Veranstaltungssaal) verbindet. An diese neue Zwischen- oder Verteilerebene können nun auch die zwei zusätzlichen, untergeschossigen Verbindungen zum Altbau (Garderoben/Cafe/Nebenräume) angeschlossen werden. Zur Versorgung der unterirdischen Räume mit Tageslicht (gesteigerte Raumwirkung durch Licht- und Schattenspiele), sowie zur Schaffung der gewünschten Sichtbeziehungen zwischen den Ebenen (Hinweis auf das Geschehen im Untergeschoss bzw. Orientierungshilfe) werden Öffnungen innerhalb des Erdgeschossniveaus im Bereich des Eingangspavillons erforderlich. So ist es sinnvoll diese Funktion als Entwurfsvorgabe dem Eingangspavillon zuzuschreiben. Ferner soll der Pavillon nicht losgelöst von benachbarten Bauteilen auf dem Plateau stehen, sondern sich als Kristallisationspunkt zwischen Alt und Neu sowie Oben und Unten darstellen. Daraus resultierend soll sich der Pavillon aus dem Untergeschoss heraus entwickeln und seine Konstruktion sich dem logischen Prozess des Gesamtbauablaufes fügen: Fundament > Boden > Wand > Decke > etc. So wachsen die Wandscheiben des Eingangspavillons aus der Bodenplatte des Untergeschosses hervor und perforieren beim Durchdringen der Decke das Plateau in Form von Oberlichtern. Auf halber Höhe des Altbaus geht diese vertikale Bewegung in die Horizontale über und die einzelnen Wandscheiben verbinden sich zu einer teils geschlossenen teils offenen Dachebene, gleich einem Baum, der aus der Erde wächst und der durch Verästelung und Laub zu einem räumlichen Gebilde wird. Die Verglasung des Eingangspavillons wird funktionalen und klimatischen Bedürfnissen (Verschattung, Vordach, Windfang, Shop...) entsprechend platziert, mal der skulptural gewachsenen Struktur folgend und mal sich lösend. Im Inneren des Pavillons werden die einzelnen Funktionen und Bauteile so angeordnet, dass sie einem asymmetrischen Grundrisskonzept folgen. Die daraus entstehenden Zonen und Nischen, sowie Bewegungs- und Blickänderungen ermöglichen dem Besucher ein abwechslungsreiches Raumerlebnis. Auch die Bewegung des Aufzuges im Raum wird als besonderes Erlebnis inszeniert. Das Lochblech, Verkleidungsmaterial für Schacht und Korb, lässt bei der Fahrt Moirée-Effekte entstehen, die unsere Sehgewohnheiten irritieren und erlaubt den Besuchern, die Fahrtbewegung in Sichtkontakt zum Museumsraum wahrzunehmen. Als Sonderthema wird die räumliche Gestaltung des Veranstaltungssaals untersucht. Die erforderlichen akustischen Maßnahmen werden direkt in die Konstruktion integriert, so dass der Raum auch eine spezifische Gestaltung bekommt. Die allgemein zurückhaltende Farb- und Materialauswahl innerhalb des Museums soll die natürliche Wirkung, unter dem Einfluss von Licht und Schatten, unterstreichen und die kontemplative Kunstbetrachtung nicht stören.
Im Juli 2001 gewinnt das Büro van den Valentyn den international ausgelobten Wettbewerb mit der genuinen Idee, das verbaute Benediktusheim in seine Urform zurück zu verwandeln und dessen Grundfläche in Form eines Tableaus in den Park zu spiegeln. So entsteht ein schwebender Platz, der unter sich das große Bauvolumen, den Veranstaltungssaal bzw. den Ausstellungssaal verbirgt. Im Frühjahr 2002 wird unser Büro an dem Projekt beteiligt (ARGE smo-TvdV). Unsere Aufgabe besteht darin, den Eingangspavillon, der im Wettbewerb als gläserner Kubus konzipiert war, zu untersuchen und neu zu entwerfen. Bereits zu Beginn unserer Arbeit stellen wir fest, dass man nicht weiterkommt, ohne den gesamten Entwurf des Neubaus mit in Betracht zu ziehen. Unter Beibehaltung des Grundkonzeptes soll nun einerseits der Bezug zwischen Alt- und Neubau verstärkt und andererseits die räumlichen und funktionalen Qualitäten herausgearbeitet werden.
Um eine spürbare Verbindung zwischen Alt- und Neubau zu schaffen, wird zunächst das Achsraster der Altbaufassade aufgenommen und als Konstruktionsraster dem Neubau zu Grunde gelegt. Diesem werden dann alle Bauteile, Wände, Stützen, Öffnungen, Fassaden usw. sowie wesentliche Elemente des Ausbaus einbeschrieben. Zu dieser gestalterischen und konstruktiven Verbindung zwischen Alt und Neu ist auch eine stärkere räumliche und funktionale Verzahnung der beiden Gebäudeteile notwendig. Da bislang nur auf dem Erdgeschossniveau eine Verbindung bestand, sind die Nutzungen in den Untergeschossen voneinander abgeschnitten.
Desweiteren liegen die Räume des Neubaus, in ihrer Gesamtheit 6,50 Meter unter dem Erdgeschossniveau. Dieses war ursprünglich über eine lange, einläufige Treppe zu erreichen. Um das Hinabsteigen zu den Räumen im Untergeschoss (Sonderausstellung und Veranstaltungssaal) zu erleichtern, wird der Raum gestuft und somit eine Zwischen-/bzw. Verteilerebene eingefügt. Die ursprüngliche lange, einläufige Treppe wird somit in zwei Treppen unterteilt. Diese gliedert sich nun zum einen in eine offene leichte Stahltreppe, die bis zum Zwischenniveau (Galerieebene) führt und eine dazu gegenläufige, monolithische zweite Treppe, welche die Galerieebene mit dem untersten Niveau (Sonderausstellung und Veranstaltungssaal) verbindet. An diese neue Zwischen- oder Verteilerebene können nun auch die zwei zusätzlichen, untergeschossigen Verbindungen zum Altbau (Garderoben/Cafe/Nebenräume) angeschlossen werden. Zur Versorgung der unterirdischen Räume mit Tageslicht (gesteigerte Raumwirkung durch Licht- und Schattenspiele), sowie zur Schaffung der gewünschten Sichtbeziehungen zwischen den Ebenen (Hinweis auf das Geschehen im Untergeschoss bzw. Orientierungshilfe) werden Öffnungen innerhalb des Erdgeschossniveaus im Bereich des Eingangspavillons erforderlich. So ist es sinnvoll diese Funktion als Entwurfsvorgabe dem Eingangspavillon zuzuschreiben. Ferner soll der Pavillon nicht losgelöst von benachbarten Bauteilen auf dem Plateau stehen, sondern sich als Kristallisationspunkt zwischen Alt und Neu sowie Oben und Unten darstellen. Daraus resultierend soll sich der Pavillon aus dem Untergeschoss heraus entwickeln und seine Konstruktion sich dem logischen Prozess des Gesamtbauablaufes fügen: Fundament > Boden > Wand > Decke > etc. So wachsen die Wandscheiben des Eingangspavillons aus der Bodenplatte des Untergeschosses hervor und perforieren beim Durchdringen der Decke das Plateau in Form von Oberlichtern. Auf halber Höhe des Altbaus geht diese vertikale Bewegung in die Horizontale über und die einzelnen Wandscheiben verbinden sich zu einer teils geschlossenen teils offenen Dachebene, gleich einem Baum, der aus der Erde wächst und der durch Verästelung und Laub zu einem räumlichen Gebilde wird. Die Verglasung des Eingangspavillons wird funktionalen und klimatischen Bedürfnissen (Verschattung, Vordach, Windfang, Shop...) entsprechend platziert, mal der skulptural gewachsenen Struktur folgend und mal sich lösend. Im Inneren des Pavillons werden die einzelnen Funktionen und Bauteile so angeordnet, dass sie einem asymmetrischen Grundrisskonzept folgen. Die daraus entstehenden Zonen und Nischen, sowie Bewegungs- und Blickänderungen ermöglichen dem Besucher ein abwechslungsreiches Raumerlebnis. Auch die Bewegung des Aufzuges im Raum wird als besonderes Erlebnis inszeniert. Das Lochblech, Verkleidungsmaterial für Schacht und Korb, lässt bei der Fahrt Moirée-Effekte entstehen, die unsere Sehgewohnheiten irritieren und erlaubt den Besuchern, die Fahrtbewegung in Sichtkontakt zum Museumsraum wahrzunehmen. Als Sonderthema wird die räumliche Gestaltung des Veranstaltungssaals untersucht. Die erforderlichen akustischen Maßnahmen werden direkt in die Konstruktion integriert, so dass der Raum auch eine spezifische Gestaltung bekommt. Die allgemein zurückhaltende Farb- und Materialauswahl innerhalb des Museums soll die natürliche Wirkung, unter dem Einfluss von Licht und Schatten, unterstreichen und die kontemplative Kunstbetrachtung nicht stören.
