![]() |
||||||||||||||||||
Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar
Projektstatus: Wettbewerb 1. Preis 1994 / Fertigstellung 1996
Bauherr: Deutsche Bank
Team: smo architektur + Van den Valentyn Architektur + Harms & Partner
Fläche: 5.900 m2
Kosten: 11,5 Mio. €
Preise und Auszeichnungen:
Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau, 1996
Kritikerpreis für Architektur, Verband der Deutschen Kritiker e.V. 1997
Deutscher Natursteinpreis (besondere Anerkennung) 1997
Holzbaupreis neue Bundesländer
Ausstellungen (Auswahl):
La Biennale di Venedig, 6. International Architecture Exhibition in Venedig 1996
DAM Deutsches Architekturmuseum in Frankfurt 1997
Bauhaus Weimar 1997
Bücher:
School Bilders, Eleanor Curtis, Wiley-Academy ISBN 0471-62376-8
Veröffentlichungen (Auswahl):
Bauwelt, art, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Baumeister, md, Licht und Architektur, Bautechnik, AW Architektur+Wettbewerbe
Weimarer Kultur Journal
Projektstatus: Wettbewerb 1. Preis 1994 / Fertigstellung 1996
Bauherr: Deutsche Bank
Team: smo architektur + Van den Valentyn Architektur + Harms & Partner
Fläche: 5.900 m2
Kosten: 11,5 Mio. €
Preise und Auszeichnungen:
Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau, 1996
Kritikerpreis für Architektur, Verband der Deutschen Kritiker e.V. 1997
Deutscher Natursteinpreis (besondere Anerkennung) 1997
Holzbaupreis neue Bundesländer
Ausstellungen (Auswahl):
La Biennale di Venedig, 6. International Architecture Exhibition in Venedig 1996
DAM Deutsches Architekturmuseum in Frankfurt 1997
Bauhaus Weimar 1997
Bücher:
School Bilders, Eleanor Curtis, Wiley-Academy ISBN 0471-62376-8
Veröffentlichungen (Auswahl):
Bauwelt, art, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Baumeister, md, Licht und Architektur, Bautechnik, AW Architektur+Wettbewerbe
Weimarer Kultur Journal
Die Hommage à Le Corbusier und seine berühmte Villa Savoye zeigt sich auf den allerersten Blick, am plakativsten im obersten der drei Geschosse, einem leuchtend weißen flachen Quader mit langen Fensterbändern. Er wird an beiden Längsseiten von je fünf schlanken runden Pfeilern getragen, hinter denen wiederum das mit Glas umgebene, leicht zurückgesetzte Zwischengeschoß eingefügt ist. Die fünf nicht ganz geschoßhohen Räume darin wirken wie Flachdachhäuser. Alles das sitzt auf einem Sockelgeschoß, das mit graugrünem Serpentino di Sondrio verkleidet ist, eine Art Granit vom Comer See. Es ist gleichsam in den Hang geschoben. Zusammen ergibt das einen kantigen Bau, der seinen eigentlichen Reiz der wohlproportionierten, sehr entschiedenen Architektur verdankt – und den meisterlichen Details, wohin man auch schaut.
Man betritt das Schulgebäude im Erd-, dem Zwischengeschoß, das eigentlich eine lichte gläserne Halle, einen Lichthof darstellt, in dem die schon erwähnten fünf geometrisch prägnant geformten Räume wie Häuser an Plätzen und Gassen (und nicht immer rechtwinklig) platziert sind. Zwei sind wie ein L geformt (für Chemie und naturwissenschaftliche Fächer), die anderen wie ein Quadrat (für die Lehrer), wie ein griechisches Kreuz (für Kunsterziehung), wie ein Halbkreis (für die Musik). Nein, sagt der Architekt, diese Raumfiguren hätten keine ideologische Bedeutung, er habe bloß an ein Städtchen mit fünf Häusern gedacht. Ihre Fassaden sind aus apfelsinenfarben gebeiztem Schiffssperrholz, daher "dieses violinenhafte Leuchten“.
Und überall geht hier der Blick hinaus in den Park, auf Obststreuwiesen, zum Schloss hinüber – und er geht im Haus hinauf in das weit ausgeschnittene Obergeschoß, wo acht Klassenzimmer und die Bibliothek an einer Empore angeordnet sind – von der aus man wiederum hinab auf die Dachlandschaft des "Städtchens“ sieht. Hinauf führt eine gerade, mit Bedacht leicht schräg ansetzende Stahltreppe. Das meiste Tageslicht kommt von oben, durch das Glasdach.
Auszug aus: "Klingendes Stadion“, Manfred Sack, Die Zeit. 26. April 1996.
Man betritt das Schulgebäude im Erd-, dem Zwischengeschoß, das eigentlich eine lichte gläserne Halle, einen Lichthof darstellt, in dem die schon erwähnten fünf geometrisch prägnant geformten Räume wie Häuser an Plätzen und Gassen (und nicht immer rechtwinklig) platziert sind. Zwei sind wie ein L geformt (für Chemie und naturwissenschaftliche Fächer), die anderen wie ein Quadrat (für die Lehrer), wie ein griechisches Kreuz (für Kunsterziehung), wie ein Halbkreis (für die Musik). Nein, sagt der Architekt, diese Raumfiguren hätten keine ideologische Bedeutung, er habe bloß an ein Städtchen mit fünf Häusern gedacht. Ihre Fassaden sind aus apfelsinenfarben gebeiztem Schiffssperrholz, daher "dieses violinenhafte Leuchten“.
Und überall geht hier der Blick hinaus in den Park, auf Obststreuwiesen, zum Schloss hinüber – und er geht im Haus hinauf in das weit ausgeschnittene Obergeschoß, wo acht Klassenzimmer und die Bibliothek an einer Empore angeordnet sind – von der aus man wiederum hinab auf die Dachlandschaft des "Städtchens“ sieht. Hinauf führt eine gerade, mit Bedacht leicht schräg ansetzende Stahltreppe. Das meiste Tageslicht kommt von oben, durch das Glasdach.
Auszug aus: "Klingendes Stadion“, Manfred Sack, Die Zeit. 26. April 1996.
